Ernährung bei Durchfallerkrankungen

Autor(en): Ursula Fischer

Eine Diarrhö (Durchfall) liegt vor, wenn mehrmals am Tag dünnflüssiger Stuhl in größeren Mengen vom Darm ausgeschieden wird. Die Stuhlabgabe kann akut oder chronisch verlaufen. Chronische Diarrhöen dauern länger als 4 Wochen an. Eine erhöhte Stuhlfrequenz kann durch Infektionen mit Krankheitserregern oder Toxinen hervorgerufen werden. Auch Medikamenten oder Lebensmittelunverträglichkeit und Allergien auf bestimmte Lebensmittel können Durchfälle verursachen. Unterschieden wird zwischen funktioneller und organisch bedingter Diarrhö. Bei organisch bedingten Diarrhöen enthält der Stuhl auch Blut und die Stuhlabgabe kann zu jeder Tageszeit auftreten. Diarrhöen werden auch nach den zugrunde liegenden Erkrankungen eingeteilt: Unterschieden wird zwischen der osmotischen, sekretorischen, exsudativen undhypermotilenForm.

Tritt ein Durchfall auf, sind zunächst die Ursachen abzuklären. Da Diarrhöen mit starken Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten einhergehen, müssen ausreichend Wasser, Natrium, Kalium und Chlor zugeführt werden. Geeignete Getränke sind Wasser und Tee, geeignete Lebensmittel geriebene Äpfel, Banane, Schleimsuppen, Zwieback und Weißbrot.

Zu beachten ist, dass bei älteren Menschen Durchfallerkrankungen einen sehr schweren und lebensbedrohenden Verlauf nehmen können. Dauern die Durchfälle über einen längeren Zeitraum an, kann eine Mangelernährung auftreten.

Ausgabe 3, 2019 Artikel lesen

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