ALS: Die amyotrophe Lateralsklerose

Autor(en): Danica Peters

Die Amyotrophe Lateralsklerose(ALS)  ist mit 2 bis 3 Betroffenen von 100.000 Menschen weltweit eine eher seltene Erkrankung, dafür aber die häufigste nicht entzündliche Erkrankung des motorischen Nervensystems. Männer sind geringfügig häufiger betroffen als Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen dem 50. Und 70. Lebensjahr. Die Ursache dieser Erkrankung ist bislang noch nicht bekannt. Diskutiert werden unterschiedlichste Möglichkeiten, wie z.B. ein genetischer Defekt, ein erhöhter Anteil des Botenstoffs Glutamat im Gehirn und viele mehr, die immer zu einer Schädigung des ersten und zweiten Motoneurons führen. Der Krankheitsbeginn ist oft schleichend. Symptome, wie allgemeine Kraftlosigkeit und Müdigkeit werden zunächst nicht in Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung gebracht. Der Verlauf ist allerdings kontinuierlich voranschreitend und äußert sich durch eine zunehmende Lähmung der Skelettmuskulatur und im weiteren Verlauf zu einer Lähmung der Atemmuskulatur. Letzteres ist der Grund für die schlechte Prognose der ALS, welche immer mit dem Tode einhergeht. Ein Heilmittel gibt es nicht. Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, das Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und einige Symptome zu verbessern. Um die Lebensqualität des Betroffenen aufrechtzuerhalten sind Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie unabdingbar.

Ausgabe 3, 2018 Artikel lesen

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